PAT 2011 – Wohin die Spenden aus dem Sozialen Tag in diesem Jahr gehen – ein Reisebericht!

Jeder von uns kennt den Sozialen Tag, der schon seit Jahren bei uns an der Schule durchgeführt wird. Am Sozialen Tag gehen Schüler für einen Tag arbeiten und spenden ihren gesamten Lohn an ein Hilfsprojekt im Balkan. Doch wer wählt eigentlich aus, an welches Projekt das Geld gespendet wird?

Dieses Jahr hatten wir, Katharina Sperling und Mareike Hoffmann, beide Schülerinnen aus der 10. Klasse der TMS, die großartige Chance zu den 250 Schülern und Schülerinnen zu gehören, die sich in Berlin auf dem ProjektAuswahlTreffen (PAT) mit dem Thema Balkan ausführlich auseinandersetzen und dann ein Projekt auswählen.
Nachdem wir die Anmeldung hinter uns gebracht hatten und endlich freudestrahlend die Zugtickets nach Berlin in den Händen hielten, schwirrten tausend Fragen und Erwartungen durch unsere Köpfe: „Was werden wir lernen?“, „Hoffentlich lernen wir viele nette Leute kennen.“, „Welche Projekte stehen zur Wahl?“, „Ich möchte ganz viele Erfahrungen mit nach Hause nehmen.“
Dementsprechend aufgeregt saßen wir am Freitag, den 10. Juni, im ICE zur Bundeshauptstadt. Am Ostbahnhof erwarteten uns sogleich ein paar „Schüler-Helfen-Leben“- T-Shirts und riesige Schilder. Wir wurden herzlich begrüßt und in einer kleineren Gruppe von etwa 8 Leuten ins Ver.di-Gebäude am Paula-Thiede-Ufer geführt. Dort bekam jeder Teilnehmer eine individuelle Teilnehmer-Mappe mit Infos zum Ablauf des folgenden Wochenendes, ein tolles PAT 2011- Namensschildchen und eine Schlüsselkarte für sein Zimmer im Hostel, welches nur einige Straßen weiter entfernt war, und indem wir übernachten und frühstücken würden. Wir sammelten uns in einer kleinen Gruppe vor dem Gebäude und brachten als erstes unsere Koffer ins Hostel, wo wir unsere vier Mitbewohnerinnen kennenlernten. Nachdem dies erledigt war, warteten wir noch bis 17:30 Uhr, bis alle Teilnehmer eingetroffen und angemeldet waren. Nun versammelten sich alle im großen Plenarraum zur Begrüßung. Die Stimmung war sehr ausgelassen, alle waren gut drauf und offen. Nach der Begrüßung ging es zum Abendessen und danach in die sogenannten „Kleingruppen“. Jedem Teilnehmer wurde ein Beruf zugeteilt, wir waren zum Beispiel Feuerwehrmann und Bademeister. Die ungefähr 15 Mitglieder einer Berufsgruppe bildeten dann eine Kleingruppe. Also lernten wir uns innerhalb dieser Gruppe kennen, spielten ein paar Kennenlernspiele und wurden von unseren Betreuern über den weiteren Ablauf des PAT informiert. Als nächstes ging es auf eine interaktive Südosteuropa-Reise. Jeder von uns bekam einen Reisepass, den er ausfüllen sollte, und es gab einen Zoll, einen bosnischen Kiosk, ein Café, ein Kino und ein Quiz, was uns alle das Lebensgefühl im Balkan näherbringen sollte. Ein Film, der auch im Balkan spielte, rundete den Abend ab. Am nächsten Morgen hatten wir nach dem Frühstück  zwei Workshops, in denen wir uns noch näher mit einzelnen Themen über den Balkan und Projekte auseinandersetzten. Dann gab es ein Mittagessen und den sogenannten Marktplatz. Dort wurden alle Balkanländer, Projekte, die bereits unterstützt werden, und die neuen Projekte, die sich um Unterstützung bewerben, vorgestellt, damit wir unsere Entscheidung leichter fällen können. Das war aber gar nicht so leicht. Vorgestellt wurden 4 Hilfsprojekte, die sich zum Beispiel um das Verständnis unter Jugendlichen kümmern, kleine Schulprojekte unterstützen oder die Toleranz von Homosexuellen im Balkan fördern sollten. Mit zwei Stimmen gewonnen hat am Ende das Projekt “Gemeinsam Unter Einem Dach”, das sich damit befasst, dass Schüler in einer Schule in Bosnien & Herzogowina nicht mehr nach ihrer ethnischen Zugehörigkeit (bosniakisch und kroatisch) getrennt unterrichtet werden. Bisher waren sie zwar alle gemeinsam in einer Schule, wurden aber durch verschiedene Schulhöfe und Lehrpläne voneinander abgegrenzt. Um die somit entstandenen ethnischen Konflikte zu beseitigen, werden in den Schulen Workshops angeboten, die sich zum Beispiel mit Gewalt und Vorurteilen auseinandersetzen.
Am Abend fand dann die Wahl und eine nachfolgende Party statt. Nachdem wir uns am nächsten Morgen nach einer langen Nacht aus dem Bett gequält hatten, ging die Veranstaltung dem Ende zu. Es gab ein Abschlussplenum, noch eine Verabschiedung in den Kleingruppen und eine Schnitzeljagd durch Berlin.

Alles in allem wurden unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Zufrieden und glücklich machten wir uns auf den Weg nach Hause.

(Katharina Sperling und Mareike Hoffmann, 10. Klasse)

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