„Engel der Kulturen“ für Bad Oldesloe

Schülerinnen und Schüler der Theodor-Mommsen-Schule nehmen an Aktion für mehr Toleranz zwischen den Menschen unterschiedlicher Religionen teil!

Mit einem 1,50 m großen Stahlring sind die Künstler Gregor Merten und Carmen Dietrich aus Nordrhein-Westfalen am Donnerstag, dem 29.  September durch Bad Oldesloes Innenstadt gerollt. Im Innern dieses Stahlringes befinden sich ein Kreuz, ein Halbmond und ein Stern – die Symbole der drei Weltreligionen Christentum, Islam und Judentum – befinden. Sie ergeben wegen ihrer Anordnung die Konturen eines Engels. Welch beeindruckende Symbolik!

Bei ihrer Aktion, die an der Oldesloer Moschee begann und über die evangelische Peter-Paul-Kirche , die katholische Vicelinkirche und den jüdischen Beer-Yaakov-Weg bis zur Hude führte, wurden dieKünstler neben vielen Repräsentanten der Kirche, der türkischen Gemeinde und der Stadt auch von Schülerinnen und Schülern der Theodor-Mommsen-Schule begleitet.

Als der Engel und seine  vielen Begleiter gegen 13.15 Uhr an der Olivet-Allee eintrafen, wurden sie von den SV-Vertretern, je einer Klasse der Orientierungs- und Mittelstufe sowie der 11. Klasse des Oberstufenmusikprofils begrüßt. Letztere untermalte unter der Anleitung von Herrn Gerl mit Percussion-Klängen die nun folgende Aktion: Mit Hilfe der Schülerinnen und Schüler legte Künstlerpaar den Stahlring auf den Boden und füllte diesen mit Granulat, bis ein „temporärer Engel“ entstand. Der Stahlring wurde anschließend unter Begleitung der Schülerinnen und Schüler zum Beer-Yaakov-Weg weitergerollt, wo ein weiterer Granulatengel gefertigt wurde.

 

An ihrer letzten Station auf der Hude ließen die Künstler etwas Dauerhaftes zurück. Dort befestigten sie einen 65 cm großen Ring aus Stahl, gefüllt mit einem blauen Spezialbeton, am Boden. Mit ihrer Aktion wollten die Künstler für mehr Toleranz  zwischen den Menschen der Weltreligionen werben. In Norddeutschland ist Bad Oldesloe die erste Stadt, in der dieses Projekt präsentiert wurde.

(Christiane Behrendt/Matthias Niemann)

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